Donnerstag, 28. Juli 2011

Zweiundzwanzig Jahre

Das Gewalt in der Familie oder Gewalt gegen Partner gleich welcher Form ein Thema ist, mit welchem ich immer wieder konfrontiert werde und welches mich sehr stark beschäftigt, wissen die jenigen, die mich näher kennen.
Ein besonders krasser Fall begegnete mir in der Lebensgeschichte einer ehemals guten bekannten, mit der ich früher im gleichen Sportverein war und die ich vor rund 24 Jahren aus den Augen verloren habe. Als ich sie vor etlichen Wochen in einem sozialen Netzwerk wieder fand und ich ihr zum Geburtstag gratulierte, entwickelte sich ein reger eMail-Austausch zwischen uns, in dessen Verlauf ich auch ihre bisherige Lebensgeschichte erfuhr, die mich doch recht stark schockierte. Um es mir auch hier etwas einfacher zu machen, werde ich die Dame der Einfachheit halber einmal Susanne nennen.
Kurz nachdem wir uns seinerzeit aus den Augen verloren, lernte Susanne, damals 16 Jahre alt, ihren späteren Mann kennen, wie man so schön sagt, wohl die große Liebe, jedenfalls blieb sie mit ihm zusammen und heiratete ihn auch irgendwann. Sollte sie es mir je geschrieben haben, so ist es mir entfallen, wie viel später die beiden heirateten.
So weit so schön. So weit so nichts, was mit Gewalt zu tun hat oder Mißhandlung, auch nicht die Kinder, die vor 11, bzw. vor 9 Jahren geboren worden sind. Könnte also theoretisch die ach so schöne Musterbeziehung sein, die immer so gerne als Beispiel für das Funktionieren monogamer Beziehungen gesucht wird. Wenn dann nicht der entsprechende Ehemann angefangen hätte zu trinken. Ist mit ein Grund für das Scheitern der Beziehung, aber nicht der Einzige. Nachdem er anfing zu trinken folgten dann auch sehr schnell die üblichen Folgen, sein Einkommen allein reichte nicht um seine Sucht zu befriedigen. Die familiären finanziellen Rücklagen wurden angegriffen und aufgebraucht. Susanne, die ohnehin die ganze Zeit in Geringverdiener-Arbeitsverhältnissen parallel zur Erziehung der Kinder arbeitete, nahm einen zweiten und einen dritten Nebenjob an, um die Familie halbwegs über Wasser zu halten und letztendlich doch nur um die Sucht ihres Mannes zu finanzieren. Verbunden war das ganze mit permanenten Vorwürfen und Schuldzuweisungen ihres Mannes, daß sie dieses zu verantworten habe, sie wäre Schuld das sie nicht genügend Geld zur Verfügung hätten. Er hatte dann aber auch keine Probleme damit, trotz knapper Kasse gegenüber seinen Freunden und Bekannten immer wieder mit technischen Kinkerlitzchen protzen zu müssen, welche natürlich schneller, größer, besser sein mußten, als Entsprechungen, die seine Freunde oder Bekannten besaßen. Das kann natürlich dem Wohnort der beiden geschuldet sein, da dort eh nach dem Prinzip verfahren wird, der Schein ist alles.
Eine Steigerung erfuhr die Situation noch, als er, vermutlich durch seinen Alkoholismus auch noch Impotent wurde. Wieder etwas, für das er ihr irrationaler Weise die Schuld geben konnte. Zuerst wurde meine Bekannte auf diese Art und Weise psychisch systematisch und immer weiter fertig gemacht und ihres Selbstbewußtseins beraubt. Der Sexmangel läutete eine weitere Runde der Demütigung und Eskalation für meine Bekannte ein. Auf der einen Seite machte sie den Fehler, ihm das Angebot zu unterbreiten, eine weitere Frau mit ins Bett zu nehmen um ihr, wie sie sagte, eingeschlafenes Sexleben aufzupeppen, was er nicht als positiv sondern als Beleidigung auffaßte. Um sich selbst ein wenig Entspannung zu verschaffen, deckte sie sich bei einem bekannten Erotikversand mit ein paar Spielzeugen ein, welche er natürlich auch irgendwann fand. Auch dieses führte wiederum zu einer weiteren Eskalation des ganzen, sie mußte sich von ihm Beschuldigungen sie würde ihn betrügen und Beschimpfungen sie sei eine Hure und weiteres gefallen lassen, kein Wunder, daß ihr Selbstbewustsein dadurch weiter sank. Die nächste Stufe der Eskalation war quasi vorprogrammiert. Den verbalen Attacken folgten die physischen, irgendwann fing er an sie zu verprügeln. Diese ganze Zeit des Martyriums dauerte insgesammt 9 Jahre, bis sie endlich, nachdem sie mit Hilfe der Polizei und eines Nachbarn vor einer weiteren Prügelattacke ihres Mannes gerettet wurde, zu der Einsicht kam und die Kraft fand für sich und ihre Kinder, diese Beziehung zu beenden.
Die Folgen für meine Bekannte sind enorm. Trotz Gütertrennungsvereinbarung, dar sie ihr Haus verkaufen um ihren Teil der Schulden, die ihr Mann in der Zugewinngemeinschaft angesoffen hat abzuzahlen. Trotz Unterhaltsanspruch lebt sie, da der Unterhalt, wenn überhaupt nur sporadisch kommt, von Hartz IV. Sie darf also, wenn noch ein Resterlös vom Verkauf ihres Hauses übrig bleibt, dieses erst einmal aufbrauchen, bevor sie Sozialleistungen bekommt. Als gelernte Kauffrau im Einzelhandel sind in der Gegend in der sie lebt, die Chancen auf eine dauerhafte vernünftig bezahlte Festanstellung relativ gering. Will sie also irgendwie, irgendwann einmal wieder die Füße halbwegs auf den Boden bekommen, ist sie mehr oder weniger in dieser Gesellschaft dazu gezwungen sich wieder in irgendeine Abhängigkeit zu begeben.
Ich frage mich immer und immer wieder, was Frauen dazu bringt, eine solche Situation zu erdulden. Ich kenne die üblichen Entschuldigungen. Eigentlich ist er ja gar nicht so, wenn er nüchtern ist, ist er ganz anders. Es tut ihm Leid, daß er das getan hat, er hat sich bei mir entschuldigt und es wird nicht wieder vorkommen (Ja ist klar, bis zum nächsten mal) und mein absoluter und völlig unverständlicher Favorit in dieser unvollständigen Liste, ich liebe ihn doch.
Ist ja nicht so, daß dieses der erste Fall ist, den ich mitbekomme und es ist definitiv nicht so, daß bei jedem dieser Fälle Rauschmittel wie Alkohol im Spiel sind.
Angefangen bei meiner Frau die zweimal als Kind und einmal mit 18 sexuell mißbraucht wurde.
Über die ehemalige Bekannte, die von ihrem Verlobten erst geschwängert und dann mit der Begründung verlassen wurde: Der finanzielle Streß sei ihm zu groß.
Über die ehemalige Bekannte, die schwanger von ihrem betrunkenen Freund und Vater des Kindes, die Treppe herunter geprügelt wurde.
Über die junge Frau, die ich in der Krankenhausnotaufnahme kennengelernt habe und deren Freundin mir sagte, sie sei von ihrem Freund mit einem Staubsaugerrohr verprügelt worden.
Über....
Über....
Über....

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie viele Frauen sich dies gefallen lassen. Wie leicht sie in solche Abhängigkeiten rutschen. Wie leicht sie sich ihr Selbstbewußtsein zerstören lassen, ohne dieses zu bemerken. Wie schwer es Ihnen dann fällt, sich wieder aus diesen Abhängigkeiten zu lösen. Wie sie es dann oft genug hinkriegen, nachdem sie sich aus der einen Abhängigkeitsbeziehung gelöst haben, sie sich direkt in die nächste Abhängigkeitsbeziehung begeben.
Es ist erschreckend und es tut weh, gäbe es doch Alternativen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Die Pille als Statussymbol

War die Pille vor etwas mehr als 40 Jahren noch der Auslöser der "sexuellen Revolution" und trug zusammen mit dem aufkeimenden Wiederstand gegen das atomare Wettrüsten der damaligen Supermächte dazu bei der Welt einen kuzen Hoffnungsschimmer auf Veränderung zu bringen, so scheint sie mir heute immer mehr zu einem Statussymbol zu verkommen.
Damals schuf sie für Euch die Möglichkeit, ohne größere Angst vor den eventuellen Folgen (sprich Schwangerschaft) eure Sexualität auszuleben und nahm einen großen Teil des Druckes von Euch der Euch, zusammen mit wirtschaftlicher Abhängigkeit durch das vorhandene und die christliche Indoktrinierung geprägte Rollenbild (Der Mann als Einkommensbeschaffer, die Frau als Heimchen am Herd), aufgedrückt wurde.
Wenn ich mir den Umgang heutiger junger Frauen mit der Pille anschaue, gewinne ich oft den Eindruck, daß sie diese, oder die einnahme dieser eher als Statussymbol betrachten. Die einnahme wird dann sehr gerne am frühen Abend zelebriert, nach Möglichkeit im beisein von Bekannten und, damit es jeder mitbekommt unter Bemerkungen wie: "Ich darf nicht vergessen sie einzunehmen" oder ähnlichem, damit auch ja keiner den hochwichtigen Moment verpaßt. Die Aussage die dahinter steht ist eindeutig klar, sieh her, ich habe Sex, ich habe einen abgekriegt. Um diese Aussage noch zu erweitern: "Ich habe Sex, habe einen abgekriegt und das bist nicht Du."
Einen besonders bitteren Beigeschmack hat diese Form der Aussage für mich in der Steigerung. Sie bittet einen ihrer Satelliten: "Bitte erinnere mich daran, daß ich heute Abend daran denke die Pille zu nehmen." Gerade diese Form habe ich schon selbst mit etlichen jungen Damen zur Genüge erlebt. Welche Schlüsse sich daraus über die Dame, ihr Verhältnis zu entsprechendem Satelliten und ihr Verhältnis zu Ihrem Sexpartner ziehen lassen, liegen, denke ich, auch auf der Hand.
Die Dame schätzt ihren Satelliten in für eine langfristge Beziehung wichtigen Punkten, als da wären z.B. Zuverlässigkeit, höher ein als ihren Bettgefährten. Genauso wenig würde sie allerdings auch nur einen Gedanken daran verschwenden, ihren Satellten als Spielgefährten in Betracht zu ziehen. Eine solche Frage würde dann wie folgt beantwortet: " Sex mit Dir, nein, daß würde unsere Freundschaft zerstören". Eigentlich wäre spätestens das der Punkt, an dem der Satelit die Konsequenzen ziehen und die Beziehung (Freundschaft) beenden sollte. Denn an dieser Stelle wird er nur ausgenutzt. Aus welchem Grunde sollte er für die Dame darüber wachen, daß sie für ihren Spielgefährten sexuell verfügbar ist, indem er für die rechtzeitige Einnahme der Pille sorgt? Meistens tut er es doch, da ihm durchaus bewußt ist, daß der Bettgefährte die denkbar schlechteste Wahl für einen potentiellen Nachwuchserzeuger ist. Besonders skuril wird dieses dann, wenn Bettgefährte der Dame den sexuellen Verkehr verweigert, wenn sich diese nicht um die Verhütung kümmert, sprich wenn er auf alternative Verhütungsmittel zur Pille zurückgreifen müßte, wie zum Beispiel Kondome.
An dieser Stelle fällt mir ein blöder Witz ein:
Vier Dinge braucht eine Frau um glücklich zu sein
1. Einen Mann, der gut im Bett ist
2. Einen Mann, der Ihr alles bezahlt und ihr die Wünsche von den Augen abliest
3. Einen Mann, der sensibel ist und mit dem Sie gute Gespräche führen kann.
4. Einen Terminkalender, damit sich die drei nicht begegnen.
Ich habe gelinde gesagt, die Pappe auf, immer für die Punkte 2 und 3 zuständig zu sein. Liebe Damen, probiert es mal bei mir mit Punkt 1 auch da habe ich meine Qualitäten.

Unterleibsentscheidungen

Die Damenwelt unterstellt uns Männern ja immer wieder gerne, daß wir nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Schw*** denken. Ich kann nicht leugnen, daß die Damen an dieser Stelle recht haben, um so mehr, je stärker das Angebot an Sex für uns Männer beschnitten wird.
Gemein wird es jetzt erst für Euch Damen, denn Ihr macht es auch nicht anders. Zumindest bei der Wahl eurer Beziehungspartner ist der Unterleib federführend an Euren Entscheidungen beteiligt. Es wird dann allerdings sehr schön mit Phrasen verbrämt. "Schmetterlinge im Bauch" ist an diesem Punkt sehr beliebt, in der Regel liegt die Ursache für dieses Gefühl jedoch einige Zentimeter tiefer.
Nicht das wir uns an diesem Punkt falsch verstehen, auch ich kenne dieses Gefühl der Verliebtheit, habe es schon viele Male erlebt und möchte es auch nicht vermissen.
Was ich allerdings etwas irrwitzig finde, dieses, betrachtet an der Lebensspanne immer kurzfristig anhaltende Gefühl, ist in unserer mono geprägten Welt der Punkt der über das Zustandekommen einer Beziehung entscheidet. Alles andere hat dem zu folgen. Sexuelle Begierde, die Ihr für jemanden empfindet, bedeutet aber nicht, daß dieser gewählte Sexpartner Euch später in dem Maße in anderen Bereichen die Aufmerksamkeit gibt, die Ihr benötigt, oder die Freiheiten läßt, die Ihr braucht, je nachdem, wie Ihr veranlagt seid. Sie bedeutet auch nicht, daß er Euren potentiell zusammen erzeugten Kindern ein guter und liebevoller Erzieher wird. Ebensowenig, daß er Euch ein Gesprächspartner wird oder ist, der Euch intellektuell auf Augenhöhe begegnet. Diese und viele andere Faktoren sind es aber, die entscheiden ob eine Beziehung langfristig Erfolg hat. Ein übliches Vorgehen bei dem Start einer Monobeziehung, neben dem verbeissen potentieller Wettbewerber, ist daß schaffen von Gemeinsamkeiten. "Ach Schatz, wir haben ja so viel gemeinsam", ist eine Phrase die man dort oft zu hören bekommt. Für einen Aussenstehenden, wie meistens mich, kann das schon erheiternd sein, vorausgesetzt, man ist bei der entsprechenden Dame nicht gerade als Sattelit (siehe einer meiner vorhergehenden Posts) ebenfalls gefühlsmäßig involviert. In diesem Falle haben solche Beobachtungen neben dem Amüsement einen recht bitteren Beigeschmack.
Mir ging es vor einiger Zeit (ich schätze mal, daß ist jetzt so gut ein bis eineinhalb Jahre her) bei einer jungen Dame so, der ich emotional sehr zugetan bin. Ich nenne diese Dame der Einfachheit halber Sibylle, damit ich in nachfolgenden Posts leichter auf sie Bezug nehmen kann. Bei meiner (Ehe)Frau ist das einfacher, ich bitte Euch jedoch dieses nicht im Sinne von Besitz zu verstehen. Sie ist auch frei in ihren Entscheidungen und wird von mir nicht weniger respektiert, wenn sie sich einen zweiten Partner zulegen würde. Es ist genzlich ihre Entscheidung mich derzeit als einzigen Partner zu wollen. Sibylle jedenfalls, ich könnte sie auch Begine nennen, aber mir sind die Sibyllen lieber als die Beginen, sagte beinahe kleinlaut zu jener Zeit in einer Diskussion im Auto über ihren damaligen Mono-Partner, "Sie hätten ja auch vieles gemeinsam". Das ironische "Was denn?" konnte ich mir gerade noch verkneifen. An diesem Punkt hatte ich meine Lektion bereits gelernt, nicht nur bei Sibylle sondern auch bei vielen anderen. Ein falscher Kommentar zur falschen Zeit wird mit Entzug von Nähe bestraft in unserer Gesellschaft. Bei Kindererziehung spricht man von Liebesentzug und es ist ein sehr drastisches und gewalttätiges Mittel der Erziehung.
Solche, auf Biegen und Brechen unter dem Einfluß von Endorphinen geschaffenen, Gemeinsamkeiten haben in der Regel nur auf bestimmte Zeit Bestand. Oder würdet Ihr noch von Gemeinsamkeiten sprechen, wenn er mit der Bierflasche vorm Ferseher sitzt, oder um beim vorhergehenden Post zu bleiben, im Bandprobenraum, um von seiner weiteren Bandkarriere zu träumen, während Ihr nach der Arbeit euer Kind von der Kinderkrippe abholt und ihm, zwischen Wäsche waschen und Abendessen kochen, die Windeln wechselt?
Gut das ist jetzt etwas überspitzt, aber doch nicht wirklich, ähnliches wird nicht nur in Satiresendungen in dieser Form übertrieben dargestellt, sondern ist oft genug Realität. Sibylle zum Beispiel hat an ihrer letzten Monobeziehung noch rund ein Jahr festgehalten, obwohl sie genau gesehen hat, daß das Restliche nicht zusammen paßte. Macht so etwas Sinn?
Wie gesagt, ich kann es nicht verstehen, in unserer Mono-Gesellschaft zählt das kurze hormonell angereicherte Gefühl des Verliebtseins anscheinend als einziges Einstiegsmodell in eine Beziehung, die Ernüchterung erfolgt dann, wenn der Hormonrausch vorbei ist. Der Kater ist dann meist um so schlimmer, nicht nur für den oder die Betreffenden, sondern schlimmeren Falls auch für eventuelle Kinder. Aber Patchworkfamilien sind ja gesellschaftlich akzeptiert und die psychischen Schäden durch Streit und Trennung werden als Kolateralschaden betrachtet, ja sind sogar erwünscht, füllen sie doch die Kassen unzähliger Therapeuten und kurbeln damit die Wirtschaft an.
Liebe Damen, bedenkt auch folgendes, ein Monpartner schenkt Euch dieses Gefühl der Verliebtheit genau ein mal. Nach einer Zeit X ist dieses Gefühl verflogen, ihr sehnt Euch nach etwas neuem, fühlt Euch eingeschränkt, habt irgendwann Sehnsucht nach fremder Haut. Der Gedanke ich muß mich austoben bevor ich mich endgültig binde hilft auch nicht. Der Wunsch nach neuem wird immer wieder auftauchen, früher oder später. Der Polypartner kann Euch dieses Gefühl der Verliebtheit immer und immer wieder schenken, nämlich jedesmal, wenn Ihr Euer Beziehungsgeflecht um einen neuen Partner erweitert, indem er sich aufrichtig mit Euch freut und Eure neue Verliebtheit mit Euch genießt. So schwer ist es gar nicht, ich spreche da aus eigener Erfahrung. Das funktioniert allerdings nur, sollange es ein miteinander ist und nicht ein entweder er oder ich.
Wie wäre es denn, wenn ihr Euch mal mit einem dieser schon von mir mehrfach erwähnten Satelliten ausprobiert? Eine Sache kann ich Euch an dieser Stelle garantieren, sie werden Euch auf Händen tragen. Sie kennen Euch nämlich auch und insbesondere von Euren Schattenseiten und lieben Euch trotzdem. Klar, es sind keine Machos, auf die ihr sonst so gerne reinfallt. Dafür sind sie mit sicherheit sehr Sensibel und Einfühlsam und geben Euch garantiert auch im Bett genau das was ihr braucht, schließlich wollen sie Euch glücklich machen. Und verlaßt Euch darauf, nicht nur Verliebtheit macht Sex, sondern auch umgekehrt, Sex macht verliebt. Meine mir angetraute hat das schon festgestellt, als sie sich ungewollt in einen unserer Spielpartner spontan verliebt hat.
Sibylle hat mich an diesem Punkt sehr stark erschreckt und frustriert, ich dachte sie hätte dieses verstanden, als sie nach dem Ende ihrer letzten Monobeziehung verbal auf meine Avancen einging. Leider war dem nicht so, nachdem sie sich nun wieder in eine Monobeziehung gestürzt hat, bekam ich den Eindruck, daß sie erwartete sich spontan in mich zu verlieben, damit es zwischen uns funktioniert. Nein liebe Sibylle, so funktioniert das nicht, dafür kennen wir uns zu lange und sind gedanklich und auch in anderen Bereichen zu intim miteinander.
Verlieben wirst Du Dich frühestens in mich, wenn Du Dich auf Sex mit mir einläßt und dabei feststellst, das ich Dir auch in dem Bereich gut tue und nicht nur in allen anderen.
Wirklich schockiert hat mich Sibylle in dieser hinsicht, als sie mir kurz vor oder kurz nach Ende ihrer letzten Beziehung, beinahe beiläufig erwähnte, daß sie mit ihrem (Fast-) Ex nie eine so vertrauensvolle Gesprächsbasis aufgebaut hatte oder wie sie es (glaube ich) formulierte nie so tiefe intensive Gespräche geführt hat, wie mit mir.
Aber bitte, warum nicht mal den umgekehrten Weg wagen und aus einer in vielen Bereichen schon etliche Jahre funktionierenden Beziehung in eine Liebes und Sexbeziehung wechseln, auch wenn es sich erst einmal komisch und ungewohnt anfühlt? Die Chancen dafür das es besser funktioniert sind ungleich größer und wenn man im Bett dann doch nicht harmoniert, kann man sich das im gegenseitigen Einverständnis immer noch zugeben und es wieder lassen, die funktionierende vorhergehende Beziehung wird dieses verkraften. Bei einer Beziehung die nur auf Verliebtheit gründet fehlt eine solche gemeinsame Basis.
Da bleibt nichts, ausser Scherben.

Sonntag, 26. Juni 2011

Groupies

Am letzten Wochenende waren meine Frau und ich auf einem gemütlichen kleinen Mittelaltermarkt. Der Markt an sich war sehr schön. Der Nachteil bei solchen kleinen Märkten ist jedoch, daß die Veranstalter in der Regel nicht viel Geld für Showacts aufbieten können und in der Folge davon die Bands, die dort auftreten, dabei eher zur vierten als zur dritten Garnitur gehören. So war es auch an diesem Wochenende. Die dort auftretende Band schaffte es nicht wirklich, auch nur ein einziges Stück fehlerfrei zu spielen. Um so irritierender fand, oder finde ich es, daß auch diese Band von Groupies belagert wurde. Ich bringe immer mehr Verständnis für gewisse Künstler auf, von denen ich einige sehr schätze, die eine Antipathie gegen Möchtegernkünstler mit gewissen Krachinstrumenten haben. Diese haben sich auch musikalisch bereits darüber ausgelassen. In diesem besonderen Fall eben Sackpfeifen. Der geneigte Leser möge dieses bitte auf Akustikgitarren, E-Gitarren, Bässe und Schlagzeuge erweitern.
Es fasziniert mich immer wieder, wie doch die Damenwelt auf diese Möchtegernkünstler herein fällt. Nein liebe Damen, Möchtegernmusiker und auch Möchtegerndichter sind nicht sensibel, jedenfalls nicht wenn es um eure Gefühle geht. Sie sind in der Regel Mimosen, deren Sensibilität sich bestenfalls auf ihre eigenen Gefühle bezieht.
Ich habe es einfach schon zu oft erlebt, daß irgendjemand drei Akkorde auf der Gitarre spielt und schon himmelt die Damenwelt ihn an, bevorzugt, wenn er dann noch ein nettes Babyface hat. Ist Euch schon mal in den Sinn gekommen, daß es einfach nur ne Masche sein könnte um Euch rum zu kriegen?
Wenn die Herren an der Musik interessiert wären, würden sie üben und nicht Party machen.
In der Monowelt gibt es ja bekanntlich nur eine wahre Liebe. Spricht man Euch zumindest darauf an, daß es auch anders gehen könnte, werden die größten Konstrukte heran gezogen, warum dieses nicht so sein kann. Es gibt in der Monowelt nur eine wahre Liebe und plötzlich wird zwischen freundschaftlicher Liebe und Beziehungsliebe oder ähnlichem unterschieden. Das ganze dann auch je nach Bedarf.
Darüber was ich davon halte, darüber werde ich mich noch bei passenderer Gelegenheit äussern, hier paßt es gerade nicht so gut.
Wie gesagt, noch einmal in der schwarz-weiß Welt der Monos gibt es nur eine wahre Liebe. Gehört die Liebe Eures angehimmelten "Stars" der Musik, ce est la vie, habt ihr eh keine Chance, denn seine Liebe ist die Musik und stellt ihr ihn vor die Wahl, geht es Euch, wie meiner Angetrauten, die einen ihrer Ex-Partner mal vor die Wahl gestellt hat sich zwischen ihr und seinen Tauben zu entscheiden.
Bei echten Künstlern, dürft Ihr Euch also darauf einstellen, daß ihr immer die zweite Geige spielen werdet. Im besten Falle, sollten sie und ihr erfolgreich sein, reist Ihr ihnen hinterher oder bekommt sie kaum zu sehen, müßt sie mit anderen Groupies teilen und habt sie bestimmt nicht für Euch allein. Wäre da nicht poly ne alternative?
Bei Möchtegernkünstlern egal ob von der blasenden und schrammelnden Sorte, oder bei den Möchtegernpoeten, dreht es sich eh nicht um Euch, sondern um sie selbst und darum Euch in die horizontale zu bekommen. Wie erzählt ihr einem immer so schön, Ihr möchtet nicht für Eure weiblichen Attribute geliebt werden, sondern für Eure anderen Eigenschaften? Geist, Seele, Sensibilität? Bitte zeigt mir nur ein Lied oder ein Gedicht verfaßt von einem Möchtegernmusiker oder Möchtegerndichter, daß Euch für Euren Intellekt, Eure Emotionen oder für Eure Einfühlsamkeit preist, statt für Eure Brüste, Euren Hintern oder Euer hübsches Gesicht und das dabei nicht von jemandem verfasst wurde der sich selbst bejammert, weil er es in seiner Egozentrik mit Euch vergeigt hatte obwohl er mit Euch zusammen war.
Wie gesagt, solche Möchtegernkünstler sind für mich Aufreisser und im schlimmsten Falle egozentrische Mimosen, egal welchen Anstrich sie sich geben. Mir fehlt immer wieder das Verständnis, warum ihr scharenweise darauf herein fallt.
Und als kleinen Nachsatz, nein, ich habe nichts gegen Musik, es ist toll ein Musikinstrumment spielen zu können, und auch Hausmusik hat etwas sehr schönes. Gemeinsame Musik hat genau wie gemeinsamer Sex einen verbindenden Charakter und schafft Gemeinsamkeiten. Aber in diesem Falle wird halt Musik in privatem Rahmen ohne großes Drumherum gemacht. Ebenso schätze ich wirklich gute Künstler. Aber diese lieben halt eher Ihre Musik und auch sie würden Euch als Groupie auch nur weils sich ergibt am Rande mal mitnehmen.
Aber das verträgt sich ja nicht mit Eurer Mono-Idealwelt, also warum laßt Ihr Euch darauf ein? Warum jagt Ihr sie nicht dahin, wo sie hingehören und etwas lernen können?

Sonntag, 19. Juni 2011

Zeitmanagement die Zweite.

Als ich mich mit ein wenig Rechere im Netz zum Thema Zeitmanagement beschäftigt habe, fiel mir als erstes der Wikipedia-Eintrag dazu ins Auge. Was mich an dieser Stelle dann sofort fürchterlich irritierte, waren die dort unter Strategien des persönlichen Zeitmanagement aufgeführten Methoden:

Strategien des persönlichen Zeitmanagements

Zu den üblichen Strategien gehört es, die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit abzuarbeiten, große Aufgaben in kleine Teilaufgaben aufzuspalten und bestimmte Aufgaben an andere abzugeben (Delegieren). Ebenso gehören Methoden zur Steigerung der Motivation und eine Erfolgskontrolle zum Zeitmanagement.

Es fällt mir sehr schwer diese Methoden auf das Management von Beziehungen zu übertragen, sie scheinen mir eher, wenn überhaupt, dafür geeignet, seine Arbeit rationell und effizient zu erledigen. Ergebnis davon wird dann sein, man bekommt noch mehr aufgehalst. In Beziehungen gleich welcher Art ob mono oder poly, glaube ich kaum das dieses funktioniert, da dort der Zeitbedarf etwas sehr dynamisches ist und gerade wenn es um Krisenbewältigung geht, der Zeitbedarf dort plötzlich enorm steigt. Delegieren ist in dem Augenblick dann auch schlecht, obwohl, es gäbe Raum für etwas Komik. Kannst Du bitte morgen mit meiner Frau streiten? Oder für die Monos unter uns, bin die nächste Woche unterwegs, könntest Du in der Zeit bitte mit meiner Freundin vö****? Entbehrt doch in dieser Monowelt nicht einer gewissen Komik, oder? Allerdings wäre letzteres eigentlich genau eine absolute Poly-Einstellung. Was kann Freundin dafür, wenn Mann aus beruflichen Gründen verreisen muß und warum soll Freundin in der Zeit auf die Befriedigung ihrer körperlichen Bedürfnisse verzichten?
Wie jedoch gesagt, ich denke nicht, daß diese Strategien des Zeitmanagements auf das Beziehungsleben gleich welcher Art übertragbar sind. Um dort Konflikte zu lösen, muß man kommunizieren, möglichst umgehend und umfassend und ich denke nicht, daß die dafür benötigte Zeit planbar ist.
Dieser Wikipedia-Artikel betrachtet die dort beschriebenen Methoden zu meiner Freude ja auch kritisch.
Ein weiterer, mir ebenfalls wichtiger, dort angesprochener Punkt ist der folgende:

Zeit verstreicht in unserer Umwelt unveränderbar, und stellt damit die einzige Ressource dar, die weder aufgehoben noch, wenn verschwendet, zurückgewonnen werden kann.

Wie ich ja bereits in einem vorhergehenden Post geschrieben habe, wundern sich ja viele Damen darüber, wenn ich plötzlich den Kontakt zu ihnen abbreche oder einschlafen lasse. In obigem Satz liegt ganz exakt die Begründung für mein Verhalten. Meine Zeit ist endlich und ich habe nicht die geringste Veranlassung diese zu verschwenden. In der Regel ist es so, daß sich diese Frauen durch die mit mir (und mit meiner Frau) verbrachte Zeit bereichert fühlen. Um mein (bzw. unser) Leben zu bereichern, müssen Menschen, mit denen wir unsere Zeit verbringen, zumindest im Ansatz zeigen, daß sie sich persönlich weiter entwickeln. Das ist für mich (uns) ein wichtiges Kriterium, damit ich mich (wir uns) durch die Gegenwart eines anderen Menschen bereichert fühlen. Wir entwickeln uns selbst nun seit 1994 an und miteinander weiter. Ich (Wir) selbst betrachte(n) Menschen, die sich nicht weiter entwickeln wollen, sondern nur unsere Gedanken, unsere Arbeit und unsere Energie konsumieren wollen, als Verschwendung eben dieser und somit als Verschwendung unserer Zeit. Das mag sehr böse und krass klingen, aber (ich) wir haben bereits hinreichend Lehrgeld bezahlt und wie oben gelesen, die Zeit bekommt man nicht zurück.

Sonntag, 5. Juni 2011

Zeitmanagement die Erste

Eigentlich will ich ja selbst etwas zu diesem Thema schreiben, da sich viele darüber wundern, warum der Kontakt zu ihnen von meiner Seite aus abgebrochen wird oder besser, ich lasse ihn einschlafen. Da die meisten meiner Beziehungen von mir gepflegt werden, wundert mich diese Verwunderung um so mehr.
Da ich mich gerade selbst nicht im inneren Gleichgewicht befinde, fällt es mir schwer mich an vielen Punkten zu motivieren etwas zu schreiben und diese meine krausen Gedanken in eine halbwegs nachvollziehbare Form zu bringen.
Daher an dieser Stelle einmal etwas externes zum Thema Zeitmanagement.

Sonntag, 22. Mai 2011

Ich möchte (auch) als ganzheitliches Wesen betrachtet werden

Der Titel dieses Posts ist eine Schlussfolgerung, die ich für mich immer und immer wieder aus Situationen, wie ich sie überspitzt in meinem letzten Posting dargestellt habe, ziehe.
Die junge Dame dort, hat sicherlich ein Recht, sich darüber zu beschweren, von Männern nur auf ihre weiblichen Attribute und ihre Sexualität beschränkt zu werden. Ebenso hat sie ein Recht darauf als ganzheitliches Wesen wahrgenommen zu werden.
Aber auf der anderen Seite, habe ich dieses Recht als Mann nicht auch?
Ich gehöre zu de Kategorie Männer, die aufmerksame Zuhörer sind, denke ich zumindest, ein recht guter und leidenschaftlicher Erzähler, kultiviert, höflich und zuvorkommend sowie zuverlässig und ehrlich.
Alles Eigenschaften, die mich irgendwo immer zum idealen Schwiegersohn machten, nur die Töchter der potentiellen Schwiegereltern machten dieses zum Problem.
Auch wenn ich heute verheiratet bin und zwei Kinder habe, am Grundproblem hat sich nichts geändert, denn ich bin Polyamor. Warum sollte ich einer Frau, die mir etwas bedeutet mit weniger begegnen, als dem was sie verdient, mit Liebe?
Viele der von mir oben aufgezählten Charaktereigenschaften werden mir immer wieder von Frauen als von ihnen an einem Mann wünschenswert beschrieben.
In meiner eventuell etwas naiven Logik sollte mich dieses also zu einem für eine Frau erstrebenswerten potentiellem Partner machen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Es degradiert mich, wie viele andere Männer, die Frauen gegenüber denken und handeln wie ich, zum ewigen Kumpel.
Wer von meinen Lesern, jetzigen oder künftigen, hat nicht in seinem oder ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis nicht mindestens eine Freundespaarung der folgenden Konstellation:
Die schöne, von allen Männern umschwärmte, mit häufig wechselnden Beziehungspartnern und entsprechend großem (lautem) Leiden, wenn wieder einmal die aktuelle Beziehung in die Brüche geht. Dazu als Pendant, der schüchterne, ruhige Knabe, der immer für sie da ist, der sich ihres Schmerzes und ihrer Trauer annimmt, der für sie da ist, in bestem Ehegelöbnis-Sinne, in guten, wie in schlechten Tagen?
Ist diesen Damen eventuell einmal aufgefallen, daß sie dieser Knabe lieben könnte und das eventuell dieser Knabe der beste Beziehungspartner für sie wäre?
In meinem Umfeld bin dieser Knabe oft genug ich, auch wenn ich darauf hinweise und dieses früh genug, daß ich polyamor veranlagt bin. Die Zärtlichkeiten und die Anlehnungsmöglichkeit, die Wärme und Geborgenheit die ich einer Frau vermittele und ihr durchaus ein Wohlgefühl in meiner Nähe bereiten, werden gerne angenommen. Das dieses jedoch von meiner Seite auch aus einem Bedürfnis nach körperlicher Nähe und Sexualität entspringt, wird dabei gerne außer Acht gelassen, wie oben beschriebene Damen das gerne mit Männern von meiner Sorte tun.
Ein extremes Beispiel dafür ist mir vor nicht all zu langer Zeit passiert. Eine Freundin von meiner Frau und mir, bei der ich von Anfang an aus meinen polyamoren Neigungen kein Geheimnis gemacht habe, und ich kamen uns näher, mit Umarmungen und Küssen und allem was dazu gehört. Meine Annäherungen wurden durchaus positiv beantwortet und waren von ihrer Seite durchaus gewünscht, soweit es die Aufwertung des eigenen Selbstwertgefühls betrafen. Das dieses, wenn nicht bei einem Mann nicht schon vorhanden, den Wunsch nach mehr weckt, ist wahrscheinlich auch für die Damenwelt nachvollziehbar. Ausgebremst was meine Ambitionen anging wurde ich dann, durch eine in ein Nebengespräch, wie zufällig, eingeflochtene Bemerkung der entsprechenden Freundin, sie habe genug (sexuelle) Angebote.
Das mag stimmen, schließlich ist sie nicht unattraktiv, der Unterschied ist jedoch, ich suche und biete nicht nur Sex. Allerdings biete ich auch nicht nur alles andere, sondern möchte eben auch in Gänze angenommen werden, also auch mit meinen erotischen und sexuellen Interessen und Wünschen. Genau so, wie viele andere, oben beschriebene, "Satelliten" auch. Der Unterschied an dieser Stelle wiederum, ich denke und fühle polyamor, meinen Partnerinnen steht es selbstredend frei, genau wie mir, weitere Partner neben mir zu haben. Wer allerdings nur auf Sex aus ist, ist bei mir falsch, allerdings auch ohne Sexualität und Erotik ist das ganze nur eine, für mich nicht erstrebenswerte Halbheit.
Wie im Eingang geschrieben, auch ich möchte als ganzheitliches Wesen wahrgenommen werden. Emotionale und intellektuelle Nähe ohne die körperliche Nähe ist für mich nur eine Halbheit. Ich möchte Frauen, die mir etwas bedeuten, in ihrer vollen Gänze, also auch mit ihrer Sexualität und Körperlichkeit erfahren, aber auch genau so von ihnen angenommen werden, also in Gänze.
Ich möchte nicht immer nur der Lückenbüßer sein. Auch ich möchte mit allen meinen Facetten geliebt werden.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Weibliche Bigotterie

Gestern erinnerte ich mich, warum auch immer, an einen Vorfall, dessen unbeabsichtigter Zeuge ich vor einiger Zeit wurde. Dabei fiel mir ein Verhaltensmuster auf, welches für unsere heutige Zeit recht typisch ist. Jedenfalls war ich im vorübergehen gezwungen mir den Diskurs zweier adoleszierender weiblicher Wesen, welche des Kleidungsstils nach zu urteilen, aus einem Umfeld stammten, das man in schönem neudeutsch heute ohne weiteres als bildungsferne Schicht bezeichnen könnte, anzuhören. Relevant ist das für die weitere Betrachtung eigentlich nicht, da sich dieses Verhalten durch alle gesellschaftlichen Schichten zieht, in anderen Schichten sind halt nur die Töne etwas leiser und die Wortwahl besser.
Was ich zu hören bekam war, daß sich die eine der beiden bei der anderen recht blumenreich darüber beschwerte, die männliche Bevölkerung würde immer nur ihre sekundären Geschlechtsmerkmale zur Kenntnis nehmen. In ihren Worten: "Die As** sollen mir nicht immer auf die Ti**** und den Ar*** starren". Um das Bild meines Amüsements, beziehungsweise meiner Irritation etwas zu verdeutlichen, sollte ich vielleicht hinzufügen, daß die junge Dame in einer Art gekleidet war, die eben den Blick der Männerwelt auf genau jene Attribute lenkte, was ja durchaus üblich ist aber auch nicht in solch krasser Form. Diese mit nicht unbedingt wenig Oberweite ausgestattete junge Dame trug ein tief dekolletiertes Top und einen Minirock der haarscharf an der Bezeichnung Gürtel vorbei schrammte und im Gegensatz zu vielen anderen in solchem Outfit wirkte die Kombination bei ihr nicht unbedingt Brechreiz erregend.
Allerdings sollte man sich auch darüber im klaren sein, daß wenn man sein Angebot so präsentiert, alle Interessenten der Zielgruppe Mann darauf aufmerksam werden.
Sollte der entsprechenden Dame dieses nicht gefallen, sollte sie entweder über ihren Kleidungsstil nachdenken oder sich ein Schild um den Hals hängen auf dem steht:
"Bitte nur die Männer auf meine Ti**** und meinen Ar*** schauen, von denen ich flach gelegt werden will".
Da ich noch keine Frau mit einem solchen Schild um den Hals gesehen habe, nehme ich an, das dieses derzeit nicht unbedingt en voque ist.
Und liebe Damen, da ihr mit eurem Äußeren Werbung für Euch macht, müsst ihr nun einmal damit rechnen, daß nicht nur Eure präferierte Zielgruppe dieses wahr nimmt, sondern die gesamte Männerwelt.
Ihr selektiert die Objekte (oder Subjekte) Eurer Begierde schließlich auch nicht nach der Intelligenz oder Emotionalität, auch wenn Ihr das uns Männern immer wieder gerne glauben machen wollt. Ihr schaut nach Sixpack und Är***** nur leugnet Ihr das immer wieder gerne.

Was ich so im Netz Lese