Donnerstag, 5. April 2012

Warum Mono-Beziehungen scheitern

Vor ein paar Tagen bin ich auf den folgenden Artikel gestoßen, der sehr schön die Gründe darlegt, warum so viele Mono-Beziehungen scheitern.
Besser kann man das nicht wirklich zusammen fassen:
http://www.zeit.de/2012/13/CH-Monogamie/komplettansicht

Sonntag, 19. Februar 2012

Ich kann ja doch nichts ändern

ist ein beliebter Spruch, wenn es (nicht nur) um das Thema Politik geht.
Das mir gewisse Themen dort am Herzen liegen wisst Ihr ja.
Hier einfach mal eine Liste von Seiten, auf denen man ohne viel Aufwand Politik verfolgen und aktiv mitgestalten kann. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt sicherlich zum Teil meine Präferenzen.









Auch die Reihenfolge der Auflistung enthält keine Wertung, ich habe die einzelnen Seiten herunter geschrieben, wie sie mir in den Kopf gekommen sind. Manche dieser Seiten haben schon einiges bewegt und es besteht eine gute Chance bei Beteiligung etwas mit zu bewegen, andere dienen eher der Information.
Ich hoffe ich gebe Euch hiermit einen gewissen Einstieg.

Viel Vergnügen damit.

Samstag, 18. Februar 2012

Datenschutz I

Ich will ja schon seit einiger Zeit mal etwas über die Thematikk Datenschutz und Datensicherheit schreiben, allerdings fehlt mir irgendwo der Anfang, also was für Euch interessant und wichtig ist, bzw. wie ich den Einstieg finden soll. Jetzt werde ich allerdings in den letzten Tagen von den vielen Ereignissen rund um ACTA so sehr in Beschlag genommen (neben der üblichen Arbeit natürlich), daß ich immer noch nicht dazu komme, aber die aktuelle Entwicklung immerhin als ausgesprochen spannend empfinde. Irgendwie wird gerade Geschichte gemacht und wir sind mitten drin. Ich hoffe die Entwicklung reißt nicht ab und aus den Protesten gegen ACTA entwickelt sich etwas, was uns hin zu mehr echter Demokratie führt.
Als kleiner einstieg in das Thema Datenschutzbetrachte ich aber den (zugegeben sehr mit Eigenwerbung gespickten) Artikel von Google: http://www.google.de/goodtoknow/online-safety/
Ich hoffe ich komme dann mal in der nächsten Zeit dazu etwas eigenes zu dem Thema zu verfassen. In der Zwischenzeit wünsche ich erst einmal viel Spaß damit.

Dienstag, 10. Januar 2012

Nägel

Beim zusammenstellen verschiedener Texte, die ich mir auf dem e-Book-Reader, welchen ich von meiner Frau zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, fiel mir der folgende Text in die Hände welchen ich von unserem Bekannten Bah zusammen mit einigen von ihm verfassten Erotikgeschichten bekommen habe. Ich weiß leider nicht, ob dieser Text auch von ihm selbst stammt, oder ob er ihn nur als besonders schön empfunden hat und ihn deshalb als Textdatei mit an uns gesendet hat.
Hier die Geschichte:
Es war einmal ein Junge, der einen schlechten Charakter hatte. Sein Vater gab ihm einen Sack voll Nägel und sagte ihm,er müsse jedesmal, wenn er die Geduld mit jemanden verliert, einen Nagel in den Gartenzaun schlagen.

Am ersten Tag schlug der Junge 37 Nägel in den Gartenzaun. In den folgenden Wochen lernte er, sich zu beherrschen. Die Anzahl der Nägel im Gartenzaun wurde immer weniger. Er hatte herausgefunden, daß Nägel zu schlagen mühsamer ist als sich zu beherrschen. Endlich kam der Tag an dem der Junge keinen Nagel mehr schlagen musste. Also ging er zum Vater und sagte ihm das. Der Vater sagte ihm also, er solle jeden Tag einen Nagel aus dem Gartenzaun herausreißen, wenn er sich beherrscht. Endlich konnte der Junge dem Vater sagen,dass er alle Nägel aus dem Gartenzaun herausgezogen hatte.
Der Vater brachte den Jungen vor den Gartenzaun und sagte ihm: "Mein Sohn, du hast dich gut benommen, doch schau dir den Gartenzaun an. Er ist voller Löcher.Der Gartenzaun wird nie mehr so sein wie früher. Wenn du mit jemandem streitest und du sagst ihm was Böses, dann läßt du ihm eine Wunde wie diese hier. Du kannst ein Messer in einen Menschen stecken, und du kannst es nachher herausnehmen, die Wunde bleibt. Es macht nichts aus wieviel mal du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben. Eine verbale Wunde, ist gleich schmerzhaft wie eine körperliche Wunde. Die Freunde sind rare Juwelen, sie bringen dich zum Lachen und sie geben dir Mut. Sie sind bereit dir zuzuhören, wenn du sie brauchst, sie unterstützen dich und sie öffnen ihr Herz."


Der Vater brachte den Jungen vor den Gartenzaun und sagte ihm: "Mein Sohn, du hast dich gut benommen, doch schau dir den Gartenzaun an. Er ist voller Löcher.Der Gartenzaun wird nie mehr so sein wie früher. Wenn du mit jemandem streitest und du sagst ihm was Böses, dann läßt du ihm eine Wunde wie diese hier. Du kannst ein Messer in einen Menschen stecken, und du kannst es nachher herausnehmen, die Wunde bleibt. Es macht nichts aus wieviel mal du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben. Eine verbale Wunde, ist gleich schmerzhaft wie eine körperliche Wunde. Die Freunde sind rare Juwelen, sie bringen dich zum Lachen und sie geben dir Mut. Sie sind bereit dir zuzuhören, wenn du sie brauchst, sie unterstützen dich und sie öffnen ihr Herz."

Immer die gleiche Verwundung zugefügt von verschiedenen Personen reißt große Wunden, die sich nicht schließen. Mir geht die Äusserung einer jungen Dame, die mir sehr, sehr viel bedeutet einfach nicht aus dem Kopf, die mich als Pessimisten bezeichnet hat. Seither grüble ich darüber ob sie recht hat. Ein Grund dafür das sie recht haben könnte, wären die häufigen emotionalen Verletzungen und zurückweisungen, die ich durch Frauen erfahren habe.


Donnerstag, 28. Juli 2011

Zweiundzwanzig Jahre

Das Gewalt in der Familie oder Gewalt gegen Partner gleich welcher Form ein Thema ist, mit welchem ich immer wieder konfrontiert werde und welches mich sehr stark beschäftigt, wissen die jenigen, die mich näher kennen.
Ein besonders krasser Fall begegnete mir in der Lebensgeschichte einer ehemals guten bekannten, mit der ich früher im gleichen Sportverein war und die ich vor rund 24 Jahren aus den Augen verloren habe. Als ich sie vor etlichen Wochen in einem sozialen Netzwerk wieder fand und ich ihr zum Geburtstag gratulierte, entwickelte sich ein reger eMail-Austausch zwischen uns, in dessen Verlauf ich auch ihre bisherige Lebensgeschichte erfuhr, die mich doch recht stark schockierte. Um es mir auch hier etwas einfacher zu machen, werde ich die Dame der Einfachheit halber einmal Susanne nennen.
Kurz nachdem wir uns seinerzeit aus den Augen verloren, lernte Susanne, damals 16 Jahre alt, ihren späteren Mann kennen, wie man so schön sagt, wohl die große Liebe, jedenfalls blieb sie mit ihm zusammen und heiratete ihn auch irgendwann. Sollte sie es mir je geschrieben haben, so ist es mir entfallen, wie viel später die beiden heirateten.
So weit so schön. So weit so nichts, was mit Gewalt zu tun hat oder Mißhandlung, auch nicht die Kinder, die vor 11, bzw. vor 9 Jahren geboren worden sind. Könnte also theoretisch die ach so schöne Musterbeziehung sein, die immer so gerne als Beispiel für das Funktionieren monogamer Beziehungen gesucht wird. Wenn dann nicht der entsprechende Ehemann angefangen hätte zu trinken. Ist mit ein Grund für das Scheitern der Beziehung, aber nicht der Einzige. Nachdem er anfing zu trinken folgten dann auch sehr schnell die üblichen Folgen, sein Einkommen allein reichte nicht um seine Sucht zu befriedigen. Die familiären finanziellen Rücklagen wurden angegriffen und aufgebraucht. Susanne, die ohnehin die ganze Zeit in Geringverdiener-Arbeitsverhältnissen parallel zur Erziehung der Kinder arbeitete, nahm einen zweiten und einen dritten Nebenjob an, um die Familie halbwegs über Wasser zu halten und letztendlich doch nur um die Sucht ihres Mannes zu finanzieren. Verbunden war das ganze mit permanenten Vorwürfen und Schuldzuweisungen ihres Mannes, daß sie dieses zu verantworten habe, sie wäre Schuld das sie nicht genügend Geld zur Verfügung hätten. Er hatte dann aber auch keine Probleme damit, trotz knapper Kasse gegenüber seinen Freunden und Bekannten immer wieder mit technischen Kinkerlitzchen protzen zu müssen, welche natürlich schneller, größer, besser sein mußten, als Entsprechungen, die seine Freunde oder Bekannten besaßen. Das kann natürlich dem Wohnort der beiden geschuldet sein, da dort eh nach dem Prinzip verfahren wird, der Schein ist alles.
Eine Steigerung erfuhr die Situation noch, als er, vermutlich durch seinen Alkoholismus auch noch Impotent wurde. Wieder etwas, für das er ihr irrationaler Weise die Schuld geben konnte. Zuerst wurde meine Bekannte auf diese Art und Weise psychisch systematisch und immer weiter fertig gemacht und ihres Selbstbewußtseins beraubt. Der Sexmangel läutete eine weitere Runde der Demütigung und Eskalation für meine Bekannte ein. Auf der einen Seite machte sie den Fehler, ihm das Angebot zu unterbreiten, eine weitere Frau mit ins Bett zu nehmen um ihr, wie sie sagte, eingeschlafenes Sexleben aufzupeppen, was er nicht als positiv sondern als Beleidigung auffaßte. Um sich selbst ein wenig Entspannung zu verschaffen, deckte sie sich bei einem bekannten Erotikversand mit ein paar Spielzeugen ein, welche er natürlich auch irgendwann fand. Auch dieses führte wiederum zu einer weiteren Eskalation des ganzen, sie mußte sich von ihm Beschuldigungen sie würde ihn betrügen und Beschimpfungen sie sei eine Hure und weiteres gefallen lassen, kein Wunder, daß ihr Selbstbewustsein dadurch weiter sank. Die nächste Stufe der Eskalation war quasi vorprogrammiert. Den verbalen Attacken folgten die physischen, irgendwann fing er an sie zu verprügeln. Diese ganze Zeit des Martyriums dauerte insgesammt 9 Jahre, bis sie endlich, nachdem sie mit Hilfe der Polizei und eines Nachbarn vor einer weiteren Prügelattacke ihres Mannes gerettet wurde, zu der Einsicht kam und die Kraft fand für sich und ihre Kinder, diese Beziehung zu beenden.
Die Folgen für meine Bekannte sind enorm. Trotz Gütertrennungsvereinbarung, dar sie ihr Haus verkaufen um ihren Teil der Schulden, die ihr Mann in der Zugewinngemeinschaft angesoffen hat abzuzahlen. Trotz Unterhaltsanspruch lebt sie, da der Unterhalt, wenn überhaupt nur sporadisch kommt, von Hartz IV. Sie darf also, wenn noch ein Resterlös vom Verkauf ihres Hauses übrig bleibt, dieses erst einmal aufbrauchen, bevor sie Sozialleistungen bekommt. Als gelernte Kauffrau im Einzelhandel sind in der Gegend in der sie lebt, die Chancen auf eine dauerhafte vernünftig bezahlte Festanstellung relativ gering. Will sie also irgendwie, irgendwann einmal wieder die Füße halbwegs auf den Boden bekommen, ist sie mehr oder weniger in dieser Gesellschaft dazu gezwungen sich wieder in irgendeine Abhängigkeit zu begeben.
Ich frage mich immer und immer wieder, was Frauen dazu bringt, eine solche Situation zu erdulden. Ich kenne die üblichen Entschuldigungen. Eigentlich ist er ja gar nicht so, wenn er nüchtern ist, ist er ganz anders. Es tut ihm Leid, daß er das getan hat, er hat sich bei mir entschuldigt und es wird nicht wieder vorkommen (Ja ist klar, bis zum nächsten mal) und mein absoluter und völlig unverständlicher Favorit in dieser unvollständigen Liste, ich liebe ihn doch.
Ist ja nicht so, daß dieses der erste Fall ist, den ich mitbekomme und es ist definitiv nicht so, daß bei jedem dieser Fälle Rauschmittel wie Alkohol im Spiel sind.
Angefangen bei meiner Frau die zweimal als Kind und einmal mit 18 sexuell mißbraucht wurde.
Über die ehemalige Bekannte, die von ihrem Verlobten erst geschwängert und dann mit der Begründung verlassen wurde: Der finanzielle Streß sei ihm zu groß.
Über die ehemalige Bekannte, die schwanger von ihrem betrunkenen Freund und Vater des Kindes, die Treppe herunter geprügelt wurde.
Über die junge Frau, die ich in der Krankenhausnotaufnahme kennengelernt habe und deren Freundin mir sagte, sie sei von ihrem Freund mit einem Staubsaugerrohr verprügelt worden.
Über....
Über....
Über....

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie viele Frauen sich dies gefallen lassen. Wie leicht sie in solche Abhängigkeiten rutschen. Wie leicht sie sich ihr Selbstbewußtsein zerstören lassen, ohne dieses zu bemerken. Wie schwer es Ihnen dann fällt, sich wieder aus diesen Abhängigkeiten zu lösen. Wie sie es dann oft genug hinkriegen, nachdem sie sich aus der einen Abhängigkeitsbeziehung gelöst haben, sie sich direkt in die nächste Abhängigkeitsbeziehung begeben.
Es ist erschreckend und es tut weh, gäbe es doch Alternativen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Die Pille als Statussymbol

War die Pille vor etwas mehr als 40 Jahren noch der Auslöser der "sexuellen Revolution" und trug zusammen mit dem aufkeimenden Wiederstand gegen das atomare Wettrüsten der damaligen Supermächte dazu bei der Welt einen kuzen Hoffnungsschimmer auf Veränderung zu bringen, so scheint sie mir heute immer mehr zu einem Statussymbol zu verkommen.
Damals schuf sie für Euch die Möglichkeit, ohne größere Angst vor den eventuellen Folgen (sprich Schwangerschaft) eure Sexualität auszuleben und nahm einen großen Teil des Druckes von Euch der Euch, zusammen mit wirtschaftlicher Abhängigkeit durch das vorhandene und die christliche Indoktrinierung geprägte Rollenbild (Der Mann als Einkommensbeschaffer, die Frau als Heimchen am Herd), aufgedrückt wurde.
Wenn ich mir den Umgang heutiger junger Frauen mit der Pille anschaue, gewinne ich oft den Eindruck, daß sie diese, oder die einnahme dieser eher als Statussymbol betrachten. Die einnahme wird dann sehr gerne am frühen Abend zelebriert, nach Möglichkeit im beisein von Bekannten und, damit es jeder mitbekommt unter Bemerkungen wie: "Ich darf nicht vergessen sie einzunehmen" oder ähnlichem, damit auch ja keiner den hochwichtigen Moment verpaßt. Die Aussage die dahinter steht ist eindeutig klar, sieh her, ich habe Sex, ich habe einen abgekriegt. Um diese Aussage noch zu erweitern: "Ich habe Sex, habe einen abgekriegt und das bist nicht Du."
Einen besonders bitteren Beigeschmack hat diese Form der Aussage für mich in der Steigerung. Sie bittet einen ihrer Satelliten: "Bitte erinnere mich daran, daß ich heute Abend daran denke die Pille zu nehmen." Gerade diese Form habe ich schon selbst mit etlichen jungen Damen zur Genüge erlebt. Welche Schlüsse sich daraus über die Dame, ihr Verhältnis zu entsprechendem Satelliten und ihr Verhältnis zu Ihrem Sexpartner ziehen lassen, liegen, denke ich, auch auf der Hand.
Die Dame schätzt ihren Satelliten in für eine langfristge Beziehung wichtigen Punkten, als da wären z.B. Zuverlässigkeit, höher ein als ihren Bettgefährten. Genauso wenig würde sie allerdings auch nur einen Gedanken daran verschwenden, ihren Satellten als Spielgefährten in Betracht zu ziehen. Eine solche Frage würde dann wie folgt beantwortet: " Sex mit Dir, nein, daß würde unsere Freundschaft zerstören". Eigentlich wäre spätestens das der Punkt, an dem der Satelit die Konsequenzen ziehen und die Beziehung (Freundschaft) beenden sollte. Denn an dieser Stelle wird er nur ausgenutzt. Aus welchem Grunde sollte er für die Dame darüber wachen, daß sie für ihren Spielgefährten sexuell verfügbar ist, indem er für die rechtzeitige Einnahme der Pille sorgt? Meistens tut er es doch, da ihm durchaus bewußt ist, daß der Bettgefährte die denkbar schlechteste Wahl für einen potentiellen Nachwuchserzeuger ist. Besonders skuril wird dieses dann, wenn Bettgefährte der Dame den sexuellen Verkehr verweigert, wenn sich diese nicht um die Verhütung kümmert, sprich wenn er auf alternative Verhütungsmittel zur Pille zurückgreifen müßte, wie zum Beispiel Kondome.
An dieser Stelle fällt mir ein blöder Witz ein:
Vier Dinge braucht eine Frau um glücklich zu sein
1. Einen Mann, der gut im Bett ist
2. Einen Mann, der Ihr alles bezahlt und ihr die Wünsche von den Augen abliest
3. Einen Mann, der sensibel ist und mit dem Sie gute Gespräche führen kann.
4. Einen Terminkalender, damit sich die drei nicht begegnen.
Ich habe gelinde gesagt, die Pappe auf, immer für die Punkte 2 und 3 zuständig zu sein. Liebe Damen, probiert es mal bei mir mit Punkt 1 auch da habe ich meine Qualitäten.

Unterleibsentscheidungen

Die Damenwelt unterstellt uns Männern ja immer wieder gerne, daß wir nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Schw*** denken. Ich kann nicht leugnen, daß die Damen an dieser Stelle recht haben, um so mehr, je stärker das Angebot an Sex für uns Männer beschnitten wird.
Gemein wird es jetzt erst für Euch Damen, denn Ihr macht es auch nicht anders. Zumindest bei der Wahl eurer Beziehungspartner ist der Unterleib federführend an Euren Entscheidungen beteiligt. Es wird dann allerdings sehr schön mit Phrasen verbrämt. "Schmetterlinge im Bauch" ist an diesem Punkt sehr beliebt, in der Regel liegt die Ursache für dieses Gefühl jedoch einige Zentimeter tiefer.
Nicht das wir uns an diesem Punkt falsch verstehen, auch ich kenne dieses Gefühl der Verliebtheit, habe es schon viele Male erlebt und möchte es auch nicht vermissen.
Was ich allerdings etwas irrwitzig finde, dieses, betrachtet an der Lebensspanne immer kurzfristig anhaltende Gefühl, ist in unserer mono geprägten Welt der Punkt der über das Zustandekommen einer Beziehung entscheidet. Alles andere hat dem zu folgen. Sexuelle Begierde, die Ihr für jemanden empfindet, bedeutet aber nicht, daß dieser gewählte Sexpartner Euch später in dem Maße in anderen Bereichen die Aufmerksamkeit gibt, die Ihr benötigt, oder die Freiheiten läßt, die Ihr braucht, je nachdem, wie Ihr veranlagt seid. Sie bedeutet auch nicht, daß er Euren potentiell zusammen erzeugten Kindern ein guter und liebevoller Erzieher wird. Ebensowenig, daß er Euch ein Gesprächspartner wird oder ist, der Euch intellektuell auf Augenhöhe begegnet. Diese und viele andere Faktoren sind es aber, die entscheiden ob eine Beziehung langfristig Erfolg hat. Ein übliches Vorgehen bei dem Start einer Monobeziehung, neben dem verbeissen potentieller Wettbewerber, ist daß schaffen von Gemeinsamkeiten. "Ach Schatz, wir haben ja so viel gemeinsam", ist eine Phrase die man dort oft zu hören bekommt. Für einen Aussenstehenden, wie meistens mich, kann das schon erheiternd sein, vorausgesetzt, man ist bei der entsprechenden Dame nicht gerade als Sattelit (siehe einer meiner vorhergehenden Posts) ebenfalls gefühlsmäßig involviert. In diesem Falle haben solche Beobachtungen neben dem Amüsement einen recht bitteren Beigeschmack.
Mir ging es vor einiger Zeit (ich schätze mal, daß ist jetzt so gut ein bis eineinhalb Jahre her) bei einer jungen Dame so, der ich emotional sehr zugetan bin. Ich nenne diese Dame der Einfachheit halber Sibylle, damit ich in nachfolgenden Posts leichter auf sie Bezug nehmen kann. Bei meiner (Ehe)Frau ist das einfacher, ich bitte Euch jedoch dieses nicht im Sinne von Besitz zu verstehen. Sie ist auch frei in ihren Entscheidungen und wird von mir nicht weniger respektiert, wenn sie sich einen zweiten Partner zulegen würde. Es ist genzlich ihre Entscheidung mich derzeit als einzigen Partner zu wollen. Sibylle jedenfalls, ich könnte sie auch Begine nennen, aber mir sind die Sibyllen lieber als die Beginen, sagte beinahe kleinlaut zu jener Zeit in einer Diskussion im Auto über ihren damaligen Mono-Partner, "Sie hätten ja auch vieles gemeinsam". Das ironische "Was denn?" konnte ich mir gerade noch verkneifen. An diesem Punkt hatte ich meine Lektion bereits gelernt, nicht nur bei Sibylle sondern auch bei vielen anderen. Ein falscher Kommentar zur falschen Zeit wird mit Entzug von Nähe bestraft in unserer Gesellschaft. Bei Kindererziehung spricht man von Liebesentzug und es ist ein sehr drastisches und gewalttätiges Mittel der Erziehung.
Solche, auf Biegen und Brechen unter dem Einfluß von Endorphinen geschaffenen, Gemeinsamkeiten haben in der Regel nur auf bestimmte Zeit Bestand. Oder würdet Ihr noch von Gemeinsamkeiten sprechen, wenn er mit der Bierflasche vorm Ferseher sitzt, oder um beim vorhergehenden Post zu bleiben, im Bandprobenraum, um von seiner weiteren Bandkarriere zu träumen, während Ihr nach der Arbeit euer Kind von der Kinderkrippe abholt und ihm, zwischen Wäsche waschen und Abendessen kochen, die Windeln wechselt?
Gut das ist jetzt etwas überspitzt, aber doch nicht wirklich, ähnliches wird nicht nur in Satiresendungen in dieser Form übertrieben dargestellt, sondern ist oft genug Realität. Sibylle zum Beispiel hat an ihrer letzten Monobeziehung noch rund ein Jahr festgehalten, obwohl sie genau gesehen hat, daß das Restliche nicht zusammen paßte. Macht so etwas Sinn?
Wie gesagt, ich kann es nicht verstehen, in unserer Mono-Gesellschaft zählt das kurze hormonell angereicherte Gefühl des Verliebtseins anscheinend als einziges Einstiegsmodell in eine Beziehung, die Ernüchterung erfolgt dann, wenn der Hormonrausch vorbei ist. Der Kater ist dann meist um so schlimmer, nicht nur für den oder die Betreffenden, sondern schlimmeren Falls auch für eventuelle Kinder. Aber Patchworkfamilien sind ja gesellschaftlich akzeptiert und die psychischen Schäden durch Streit und Trennung werden als Kolateralschaden betrachtet, ja sind sogar erwünscht, füllen sie doch die Kassen unzähliger Therapeuten und kurbeln damit die Wirtschaft an.
Liebe Damen, bedenkt auch folgendes, ein Monpartner schenkt Euch dieses Gefühl der Verliebtheit genau ein mal. Nach einer Zeit X ist dieses Gefühl verflogen, ihr sehnt Euch nach etwas neuem, fühlt Euch eingeschränkt, habt irgendwann Sehnsucht nach fremder Haut. Der Gedanke ich muß mich austoben bevor ich mich endgültig binde hilft auch nicht. Der Wunsch nach neuem wird immer wieder auftauchen, früher oder später. Der Polypartner kann Euch dieses Gefühl der Verliebtheit immer und immer wieder schenken, nämlich jedesmal, wenn Ihr Euer Beziehungsgeflecht um einen neuen Partner erweitert, indem er sich aufrichtig mit Euch freut und Eure neue Verliebtheit mit Euch genießt. So schwer ist es gar nicht, ich spreche da aus eigener Erfahrung. Das funktioniert allerdings nur, sollange es ein miteinander ist und nicht ein entweder er oder ich.
Wie wäre es denn, wenn ihr Euch mal mit einem dieser schon von mir mehrfach erwähnten Satelliten ausprobiert? Eine Sache kann ich Euch an dieser Stelle garantieren, sie werden Euch auf Händen tragen. Sie kennen Euch nämlich auch und insbesondere von Euren Schattenseiten und lieben Euch trotzdem. Klar, es sind keine Machos, auf die ihr sonst so gerne reinfallt. Dafür sind sie mit sicherheit sehr Sensibel und Einfühlsam und geben Euch garantiert auch im Bett genau das was ihr braucht, schließlich wollen sie Euch glücklich machen. Und verlaßt Euch darauf, nicht nur Verliebtheit macht Sex, sondern auch umgekehrt, Sex macht verliebt. Meine mir angetraute hat das schon festgestellt, als sie sich ungewollt in einen unserer Spielpartner spontan verliebt hat.
Sibylle hat mich an diesem Punkt sehr stark erschreckt und frustriert, ich dachte sie hätte dieses verstanden, als sie nach dem Ende ihrer letzten Monobeziehung verbal auf meine Avancen einging. Leider war dem nicht so, nachdem sie sich nun wieder in eine Monobeziehung gestürzt hat, bekam ich den Eindruck, daß sie erwartete sich spontan in mich zu verlieben, damit es zwischen uns funktioniert. Nein liebe Sibylle, so funktioniert das nicht, dafür kennen wir uns zu lange und sind gedanklich und auch in anderen Bereichen zu intim miteinander.
Verlieben wirst Du Dich frühestens in mich, wenn Du Dich auf Sex mit mir einläßt und dabei feststellst, das ich Dir auch in dem Bereich gut tue und nicht nur in allen anderen.
Wirklich schockiert hat mich Sibylle in dieser hinsicht, als sie mir kurz vor oder kurz nach Ende ihrer letzten Beziehung, beinahe beiläufig erwähnte, daß sie mit ihrem (Fast-) Ex nie eine so vertrauensvolle Gesprächsbasis aufgebaut hatte oder wie sie es (glaube ich) formulierte nie so tiefe intensive Gespräche geführt hat, wie mit mir.
Aber bitte, warum nicht mal den umgekehrten Weg wagen und aus einer in vielen Bereichen schon etliche Jahre funktionierenden Beziehung in eine Liebes und Sexbeziehung wechseln, auch wenn es sich erst einmal komisch und ungewohnt anfühlt? Die Chancen dafür das es besser funktioniert sind ungleich größer und wenn man im Bett dann doch nicht harmoniert, kann man sich das im gegenseitigen Einverständnis immer noch zugeben und es wieder lassen, die funktionierende vorhergehende Beziehung wird dieses verkraften. Bei einer Beziehung die nur auf Verliebtheit gründet fehlt eine solche gemeinsame Basis.
Da bleibt nichts, ausser Scherben.

Was ich so im Netz Lese